Herren 1: Chancenlos im Schönbuch
Die SG Tübingen bleibt im Derby bei der HSG Schönbuch chancenlos und kassiert eine deutliche 30:42-Niederlage (12:22). Nach einem völlig misslungenen Start läuft die SG früh einem großen Rückstand hinterher. Auch im weiteren Spielverlauf findet die Mannschaft nie wirklich zu ihrer Form.
Schon in den ersten Minuten zeichnete sich ein schwieriger Abend für die Tübinger ab. Während die Gastgeber konsequent ihre Chancen nutzten, fehlte der SG sowohl in der Abwehr als auch im Angriff der nötige Zugriff. Nach nicht einmal zehn Minuten lag Tübingen bereits mit 1:5 zurück, wenig später stand es 2:8. Die HSG Schönbuch nutzte die Unsicherheiten der Gäste konsequent aus und setzte sich weiter ab. Beim 12:22 zur Halbzeit war die Partie bereits deutlich zugunsten der Gastgeber vorentschieden.
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es der Mannschaft von Trainer Jürgen Zimmermann nicht, das Ruder herumzureißen. Zu löchrig präsentierte sich die Defensive, zu selten konnte sich das Tübinger Torhütergespann mit entscheidenden Paraden auszeichnen. Gleichzeitig ließ die SG im Angriff – insbesondere von den Außenpositionen – zu viele Möglichkeiten ungenutzt, während Schönbuch weiter Tor um Tor erzielte. Zwischenzeitlich wuchs der Rückstand auf 13 Treffer an. Eine ernsthafte Aufholjagd blieb aus.
Dass an diesem Abend kein Tübinger Spieler auch nur annähernd an sein persönliches Leistungslimit herankam, machte die Aufgabe zusätzlich schwer. Die Mannschaft wirkte früh verunsichert und fand über die gesamte Spielzeit kein Mittel gegen die entschlossen auftretenden Gastgeber. Trainer Jürgen Zimmermann zog entsprechend ernüchtert Bilanz: „So können wir nicht auftreten.“ Am Ende stand eine auch in dieser Höhe verdiente 30:42-Niederlage im Nachbarschaftsduell.
Viel Zeit zum Grübeln bleibt der SG allerdings nicht. Am kommenden Sonntag steht das Heimspiel gegen Schmiden an, ehe eine dreiwöchige Spielpause folgt. Um nicht mit der nächsten Enttäuschung in diese Unterbrechung zu gehen, braucht Tübingen dringend eine Reaktion. Dafür müssen Abwehr, Torhüterleistung und Chancenverwertung deutlich besser zusammenspielen als zuletzt in Holzgerlingen.
Es spielten und trafen für die SG Tübingen: Lentzen, Roth (beide im Tor), Nagel, Wohlbold (5 Tore/davon 1 Siebenmeter), Kriegsmann (2), Scheuermann (5 Tore/davon 3 Siebenmeter), Holler (4), Pröbsting, Höfler (1), Bodenbach (3), Mohr (2), Lauter (2), Volk (1), Berberich (5), Staigle, Fischer.
