Herren 1: Tübingen beweist Moral und gewinnt Handballkrimi

Die SG Tübingen verabschiedet sich mit einem hart erkämpften Heimsieg in die dreiwöchige Spielpause. Gegen den TSV Schmiden 1902 2 setzt sich die Mannschaft in einer spannenden Schlussphase mit 31:30 (15:15) durch. Dabei zeigt die SG nach zuletzt wechselhaften Auftritten wieder ihr besseres Gesicht und überzeugt vor allem mit mannschaftlicher Geschlossenheit und einer positiven Einstellung.

Tübingen erwischte zunächst einen guten Start und ging schnell mit 4:1 in Führung. Doch die Gäste aus Schmiden fanden zunehmend besser in die Partie und nutzten die Tübinger Schwächephase konsequent aus. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 7:7 übernahm Schmiden zunehmend die Kontrolle und setzte sich bis auf 8:11 ab. Die SG ließ sich davon allerdings nicht entmutigen und kämpfte sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung zurück. Kurz vor der Pause gelang es sogar, die Führung wieder zu übernehmen. Beim 15:15 wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Auch im zweiten Durchgang blieb die Begegnung zunächst völlig offen. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, beide Teams lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch. In der Schlussviertelstunde schien Schmiden dann jedoch die besseren Karten zu haben. Die Gäste nutzten einige Tübinger Unkonzentriertheiten und zogen zwischenzeitlich auf 21:24 davon. Doch anders als in einigen der vergangenen Partien ließ sich die SG diesmal nicht abschütteln. Angeführt von einem unermüdlich ackernden Benjamin Holler (8 Treffer) stemmte sich Tübingen mit viel Einsatz und einer positiven Körpersprache gegen die drohende Niederlage und arbeitete sich Tor um Tor zurück.

In den letzten Minuten entwickelte sich ein echter Handballkrimi. Tübingen fand zurück ins Spiel, übernahm beim 28:27 in der 57. Minute erstmals wieder die Führung und bewies in der entscheidenden Phase die nötige Nervenstärke. Auch als Schmiden noch einmal verkürzen konnte, behielt die SG die Übersicht. Mit dem 31:30-Endstand war die Freude über zwei hart erkämpfte Punkte entsprechend groß.

Spielerisch war es sicherlich keine Glanzleistung, doch gerade die Reaktion auf die eigenen Schwächephasen dürfte Trainer Jürgen Zimmermann gefallen haben. Die SG zeigte, dass sie sich auch aus schwierigen Situationen gemeinsam herausarbeiten kann, wenn Stimmung, Einsatz und mannschaftlicher Zusammenhalt stimmen. Mit 6:8 Punkten und Tabellenplatz 7 verabschiedet sich Tübingen in eine dreiwöchige Spielpause. Erst am 21. November steht die nächste Aufgabe an: Dann geht es auswärts gegen den HC Winnenden. Den Schwung und die Moral aus diesem Heimsieg gilt es bis dahin mitzunehmen.

Es spielten und trafen für die SG Tübingen: Roth (2), Lentzen (beide im Tor), Wohlbold (6 Tore/davon 5 Siebenmeter), Kriegsmann, Scheuermann (2), Holler (8), Pröbsting, Bodenbach (4), Mohr, Lauter, Andresen, Berberich (3), Bergen (3), Schmitt (1), Volk (2).

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