Herren 1: Tübinger kommt bei Salamandern unter die Räder

Die SG Tübingen hat ihr letztes Spiel vor der Winterpause deutlich verloren. Beim Aufstiegsaspiranten SV Salamander Kornwestheim 2 unterlag der Aufsteiger mit 21:36, bekam in der Sporthalle Ost früh die Grenzen aufgezeigt und erhielt eine Lehrstunde.

Schon die Kornwestheimer Startformation ließ erahnen, was die SG erwartete: einige Herren mit reichlich Drittliga-Erfahrung sowie mit Peter Jungwirth sogar ein ehemaliger Bundesligaspieler gaben sich die Ehre. Möglicherweise hatte sich Tübingen mit dem überraschenden Heimsieg gegen den MTV Stuttgart in der Vorwoche zusätzlichen Respekt verschafft – jedenfalls machten die Salamander von Beginn an klar, dass sie früh für klare Verhältnisse sorgen wollten.

Und das gelang eindrucksvoll. Während Kornwestheim mit hohem Tempo, großer Durchschlagskraft, spielerischer Leichtigkeit und brutaler Präzision agierte, fand Tübingen nur schwer ins Spiel und prallte an der massiven Deckung der Hausherren förmlich ab. Nicht einmal 20 Minuten waren gespielt und Tübingen sah sich beim 5:15 bereits mit einem 10-Tore-Rückstand konfrontiert. Trotzdem hatte man den Eindruck, dass Kornwestheim jederzeit noch einen Gang höher schalten konnte. Zur Pause war die Partie beim Stand von 9:19 praktisch entschieden.

In der zweiten Hälfte zeigte Tübingen zumindest Moral. Die Defensive stand nun kompakter, und während die Gastgeber munter durchwechselten, gelang es der SG zumindest phasenweise, das Spiel ausgeglichener zu gestalten. Zwar blieb der Rückstand deutlich, doch Tübingen wendete den völligen Totalschaden ab und kann zumindest einzelne positive Ansätze mit in die Winterpause nehmen. Am Ende stand dennoch eine klare 21:36-Niederlage, die die Kräfteverhältnisse an diesem Abend realistisch widerspiegelte.

Trotz des deutlichen Ergebnisses fällt das Fazit nach der Hinrunde insgesamt positiv aus. Als Aufsteiger schließt die SG Tübingen die erste Landesliga-Halbserie auf Rang neun ab, gewann Spiele gegen direkte Konkurrenten mitunter souverän und setzte mit starken Leistungen gegen höher eingeschätzte Teams auch Ausrufezeichen. Gelingt es, diese Leistungen in der Rückrunde zu bestätigen, ist der Klassenerhalt in der Landesliga ein realistisches Ziel.

Es spielten und trafen: Diehl, Roth (beide im Tor), Schmitt (1), Wohlbold, Scheuermann, Pröbsting (2), Höfler (1), Mohr (1), Vogt (5 Tore/davon 3 Siebenmeter), Wiltafsky (2), Berberich (3), Bergen (4), Brändle (2).

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