Herren 1: Tübingen hält dem Angriffswirbel von Bargau/Bettringen nicht stand
Die SG Tübingen hat am Samstagabend bei der HSG Bargau/Bettringen eine deutliche Niederlage hinnehmen müssen. Beim 26:38 (13:17) in der Bettringer Uhlandhalle war die HSG über weite Strecken die überlegene Mannschaft und sicherte sich verdient beide Punkte. Tübingen konnte lediglich phasenweise auf Augenhöhe agieren, konnte der Durchschlagskraft der Gastgeber jedoch auf die gesamte Spielzeit nicht widerstehen.

Zunächst entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Tübingen ging mehrfach in Führung und hielt bis zum 5:5 in der elften Minute gut mit und besonders in diesem Abschnitt war Torhüter Joshua Roth mit wichtigen Paraden ein starker Rückhalt für die SG. Anschließend übernahmen jedoch die Gastgeber zunehmend die Kontrolle. Mit der zunehmenden Anzahl technischer Fehler im Tübinger Spiel gewannen die Hausherren zunehmend die Oberhand und bestraften die Nachlässigkeit gnadenlos. Mit einem beeindruckenden Lauf setzte sich Bargau/Bettringen Tor um Tor ab und zog bis zur 20. Minute auf 13:6 davon. Die SG hatte in dieser Phase große Schwierigkeiten, den Angriff der HSG zu stoppen und selbst zu klaren Abschlüssen zu kommen. Doch die Mannschaft von Trainer Jürgen Zimmermann bewies Moral: Mit einer deutlichen Leistungssteigerung verkürzte Tübingen den Rückstand und arbeitete sich bis zur Halbzeit auf 13:17 heran. Damit war die Partie zur Pause wieder in Reichweite.
Nach dem Seitenwechsel gelang es der SG allerdings nicht, den Schwung aus dieser Aufholjagd mitzunehmen. Bargau/Bettringen hielt den Abstand aufrecht und fand immer wieder Lücken in der Tübinger Defensive. Zwar gelangen den Gästen weiterhin eigene Treffer, doch auf jeden erfolgreichen Abschluss folgte häufig eine passende Antwort der Gastgeber. So wuchs der Rückstand im insgesamt torreichen Spiel wieder an. Tübingen fehlte die Konstanz, um den Lauf der HSG dauerhaft zu unterbrechen und noch einmal ernsthaft Druck aufzubauen.
Je länger die Begegnung dauerte, desto mehr spielte sich Bargau/Bettringen in einen regelrechten Rausch. Die Gastgeber trafen nun auch spektakulär und ließen sich selbst von schwierigen Situationen kaum noch aufhalten. Spätestens als ihnen sogar sehenswerte Kempatricks gelangen, war deutlich, dass für die Tübinger an diesem Abend nichts mehr zu holen sein würde. In der Schlussphase baute die klar überlegene HSG ihren Vorsprung weiter aus und stellte schließlich den deutlichen 38:26-Endstand her.
Für die SG Tübingen ist es nach dem überzeugenden Auftaktsieg gegen den SV Remshalden die dritte Niederlage in Folge und so langsam sollte man das Ruder wieder herumreißen, damit kein ungemütlicher Herbst droht. Es gilt am nächsten Sonntag, im Heimspiel gegen Weilimdorf/Feuerbach die wiederkehrenden Leistungseinbrüche abzustellen und wieder mehr Konstanz an den Tag zu legen.
Es spielten und trafen für die SG Tübingen: Lentzen, Roth (beide im Tor), Wohlbold (3 Tore/davon 1 Siebenmeter), Scheuermann (3), Pröbsting (3), Bodenbach (5), Mohr (3), Brändle (2), Andresen (1), Berberich (1), Schmitt (4), Alber, Volk.
